Třebíč ist eine mährische Kleinstadt in der Region Vysočina, am Fluss Jihlava gelegen, etwa 65 km westlich von Brünn. Vor Jahrhunderten gehörte sie zu den bedeutendsten Städten in Mähren. Sie beherbergt nicht nur eine, sondern gleich zwei UNESCO-Welterbestätten! Es ist definitiv eine der schönsten Städte in der Tschechischen Republik. Es war die Harmonie zwischen dem jüdischen Viertel von Trebic und dem nahe gelegenen Benediktinerkloster, die die Geschichte dieses Ortes so faszinierend macht. Die Geschichte des Třebíč geht auf die Gründung eines Benediktinerklosters im Jahr 1101 zurück. Die erste bekannte Erwähnung der Stadt Třebíč stammt jedoch aus dem Jahr 1277. Man nimmt an, dass die jüdische Besiedlung des Gebietes in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts begann. Mehrere Brände verursachten in den folgenden Jahrhunderten erhebliche Schäden, so dass die Stadt nicht so viele Beispiele erhaltener alter Architektur hat, wie zum Beispiel Český Krumlov oder das nahe gelegene Telč. Das 19. Jahrhundert war Zeuge der Industrialisierung der Stadt sowie der tschechischen nationalen Wiedergeburt. Im Jahr 1886 kam die erste Eisenbahn in Třebíč an. Der Zweite Weltkrieg und der Holocaust bedeuteten das Ende der jüdischen Gemeinde in der Stadt. In den 1990er Jahren, nach der Samtenen Revolution, wurde das ehemalige jüdische Viertel renoviert. Zusammen mit der St.-Prokop-Basilika wurde es 2003 als siebte Stätte aus Tschechien in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.