Das Museum für Vorgeschichte und Archäologie Kantabriens bewahrt alle Artefakte und Überreste auf, die bei archäologischen Ausgrabungen in der Region gefunden wurden. Es verfügt daher über Sammlungen von Stein- und Knochenobjekten aus allen dekorierten Höhlen wie La Garma, Altamira, El Castillo und El Pendo.
Das Museum wurde zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts gegründet, wobei das Material hauptsächlich von J. Carballo gesammelt wurde. Es befand sich zunächst im Sobrellano-Palast in Comillas und wurde 1926 von König Alfons XIII. offiziell eröffnet. Die Sammlungen des Museums haben sich jedes Jahr um die bei archäologischen Ausgrabungen in Kantabrien gefundenen Artefakte aller Epochen erweitert. Die Spezialisierung der regionalen Archäologie auf paläolithische Fundstätten hat jedoch dazu geführt, dass diese Periode der Vorgeschichte mit einer großen Anzahl von Objekten vertreten ist.
Das Museum ist in zwei Bereiche unterteilt: Prähistorie und Geschichte. Der erste Teil hat die größte Ausstellungsfläche. Er kann unter verschiedenen Gesichtspunkten besichtigt werden: Einerseits kann die Entwicklung der Steinwerkzeuge und damit der materiellen Kultur und des technischen Prozesses gewürdigt werden, während andererseits eine Auswahl der wichtigsten Sammlungen aus den Höhlen der Region und die jeweils vertretenen Epochen studiert werden können. Die größte Bedeutung wird dem Paläolithikum beigemessen, aber auch andere prähistorische Perioden und die alte Geschichte, insbesondere die römische Epoche und das Mittelalter, werden ausgestellt.