Das Kloster Louka ist einer der bedeutendsten Klosterkomplexe Mitteleuropas. Es wurde 1190 in Louka von dem Znaimer Apanageherzog Konrad Ota mit seiner Mutter gegründet und war bis 1784, als es aufgehoben wurde, das Zentrum des künstlerischen, wirtschaftlichen und geistigen Lebens der Region Znaim. Die Prämonstratenser hatten erhebliche Verdienste um die Entwicklung und Aufwertung des hiesigen Weinbaus. Die Gesellschaft Znovín Znojmo knüpfte an die historischen Weinbautraditionen an, und dank ihnen begann der monumentale Barockkomplex wieder zum Leben zu erwachen. Die mächtigen Gebäude des Prämonstratenserstiftes Louka zeugen von der reichen Geschichte eines der mächtigsten Stifte Mährens und Niederösterreichs. Das Kloster wurde 1190 von Konrad II. Otto, Herzog von Böhmen und Markgraf von Mähren, und seiner Mutter Maria gegründet und erwarb sehr bald den größten Grundbesitz weit und breit. Wirtschaftliche Interessen des Stiftes und der Königsstadt Znaim kollidierten sehr oft. Das Klostergelände, das unweit der strategischen Furt über die Thaya liegt, hat im Laufe der Jahrhunderte eine komplexe architektonische Entwicklung durchlaufen. Die älteste, spätromanische und frühgotische Schicht ist noch heute im Kreuzgang zu sehen. Vorherrschend ist jedoch die spätbarocke Schicht: Unter der Leitung des niederösterreichischen Hauptbaumeisters F. A. Pilgram begannen 1748 massive und teure Bauarbeiten, die zur Errichtung eines nagelneuen Klosters in der idealen Disposition des biblischen Salomonischen Tempels führen sollten. Der Entwurf war einem anderen Bauprojekt sehr ähnlich, das zu dieser Zeit in Göttweig bei Krems oberhalb der Donau, achtzig Kilometer südwestlich, wuchs. Nach dem Tod von Pilgram 1761 wurden die Bauarbeiten in Louka von Franz de Paula Anton Hillebrandt, dem Architekten Kaiserin Maria Theresias, fortgesetzt. Der bemerkenswerteste Ort innerhalb des neuen Klosters war der Bibliothekssaal im Südflügel, dessen exakte Kopie heute in der Abtei Strahov in Prag zu sehen ist. Das Deckenfresko wurde von F. A. Maulbertsch, einem der bedeutendsten Künstler jener Zeit in Mitteleuropa, gemalt. Im Jahre 1784 wurde die Abtei Louka von Kaiser Joseph II. geschlossen. Der prachtvolle Barockbau wurde nur zu einem Drittel fertig gestellt.