Holašovice hat eine wirklich schöne Kleinstadt-Ästhetik mit Hektar von schönen Ackerland so weit das Auge reicht. Es ist ein außergewöhnlich vollständiges und gut erhaltenes Beispiel für ein traditionelles mitteleuropäisches Dorf. Dank seiner Einzigartigkeit wurde Holašovice in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der UNESCO aufgenommen, vor allem wegen seiner außergewöhnlichen architektonischen und städtebaulichen Werte. Fast alle Bauernhöfe sind nach dem gleichen Muster gebaut; in der Regel sind sie U-förmig mit einem Bauernhof in der Mitte. Die dem Dorfanger zugewandten Giebel und ihre Stuckverzierungen sind im Stil des südböhmischen "Volksbarocks" gehalten. Fast immer tragen sie das Gründungsjahr des Hauses sowie einige dekorative Elemente; alles ist in verschiedenen Farben bemalt. An den Fassaden replizierten die Holašovicer Baumeister nämlich Verzierungen, die von herrschaftlichen Bauten in Böhmen und Österreich inspiriert waren. Neben den großen Gehöften gibt es im historischen Dorf Holašovice auch einige Bauernhäuser, die viel kleiner sind. Die kleine Kapelle des hl. Johannes von Nepomuk hat eine hohe glockenförmige Fassade. Sie hat ein Giebeldach und auf einer Seite ein Walmdach sowie einen Laternenturm auf vier Säulen mit einer Glocke. Der Innenraum ist gewölbt und mit zwei Lünetten geschlossen. Die Dorfschmiede und das Schmiedehaus sind einstöckige Gebäude mit einem Satteldach. Die Schmiede hat eine typische Bogenöffnung mit Blick auf den Dorfanger (heute geschlossen, da das Gebäude bewohnt ist). Einige der Barockbauten in diesem Gebiet wurden in den frühen 1900er Jahren erbaut und sind heute in einem sehr guten Zustand. Es gibt auch die St. Johannes von Nepomuk-Kapelle, die eine erstaunliche Architektur aufweist.