Die Gräber der Könige sind eine große Nekropole, die etwa zwei Kilometer nördlich des Hafens von Paphos auf Zypern liegt. Im Jahr 1980 wurde sie zusammen mit Paphos und Kouklia zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Bei den Königsgräbern handelt es sich um eine große Nekropole, in der man verschiedene Arten von unterirdischen, in den Fels gehauenen Gräbern aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. besichtigen kann, von denen viele dorische Säulen aufweisen. Zunächst ein kleiner Spoiler, denn eigentlich sind hier keine Könige begraben. Der Name kommt von der Erhabenheit und Majestät des riesigen Gräberfeldes. Diese unterirdischen Gräber galten als Begräbnisstätte der paphitischen Aristokraten. Einige der in den Fels gehauenen Gräber weisen dorische Säulen und sogar mit Fresken bemalte Wände auf. Die Gräber stammen aus dem Jahr 300 v. Chr. und wurden während der gesamten hellenistischen und sogar römischen Epoche genutzt. Historiker glauben, dass ihre Struktur stark von der altägyptischen Tradition beeinflusst wurde, die vorsah, dass die Gräber für die Toten den Häusern ähneln sollten, in denen sie einst lebten.
Die sieben bisher ausgegrabenen Gräber sind über ein weites Gebiet verstreut; am eindrucksvollsten ist das dritte, das ein offenes Atrium unter der Erde hat, das von Säulen umgeben ist. Andere Gräber ähneln den römischen Katakomben, wo in die Wände eingelassene Nischen einst Leichen beherbergten. Die Ausgrabungsstätte ist sehr beeindruckend und gilt als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Paphos.