Ein Besuch der Burgruine als Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz ist ein MUSS: Die Ruine der Spornburg befindet sich im Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Wald etwa 800 Meter östlich der Kirche im Ort Streitberg. Sie steht oberhalb des Wiesenttals auf einem Bergsporn (402,9 m ü. NN) nordnordöstlich des Wartleitenbergs (488 m ü. NN).
Die Ruine kann auf verschiedenen Wanderwegen vom Tal oder von den Dörfern auf dem Plateau aus erreicht werden. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg Neideck im Jahr 1312. Archäologen gehen jedoch davon aus, dass sie bereits im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Jahrhundert erbaut wurde. Die Adelsburg war lange Zeit Stammsitz des mächtigen Adelsgeschlechts der Schlüsselbergs, das das Gebiet der heutigen Fränkischen Schweiz beherrschte.
Die bekannteste Geschichte ist die des Grafen Konrad von Schlüsselberg, der sich 1347 den Zorn der Würzburger und Nürnberger Bischöfe zuzog, indem er im Wiesenttal eine Zollstation einrichtete. Sie überfielen die Burg Neideck und erschossen den Grafen mit einer Steinkugel. Eine Anekdote besagt, dass der Graf zu diesem Zeitpunkt in seiner "Geheimkammer" saß.
In ihrer langen Geschichte hat die Burg Neideck mehrere Angriffe und Kriege überstanden und ihr Aussehen entsprechend oft verändert. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschloss die Gemeinde Streitberg erste Erhaltungsmaßnahmen zur Rettung des Wahrzeichens. Im Jahr 1996 begannen umfangreiche Sanierungsarbeiten, die 2008 abgeschlossen wurden. Seitdem gibt es auch den archäologischen Park auf dem Burggelände.
Die Burganlage selbst besteht aus drei Teilen, die durch tiefe Halsgräben voneinander getrennt sind. Zur eigentlichen Burgruine Neideck gehören die Vorburg und die Hauptburg, die sich auf einem nach Nordosten vorspringenden Felsen befindet und deren Turm noch heute steht. Seit 2008 ist es möglich, die 10 Meter hohe Mauer zu besteigen, von der aus man eine herrliche Aussicht hat.
Gelegentlich finden in der Burg auch kulturelle Veranstaltungen wie Theateraufführungen statt.