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Der gute Vulkan von Renzo Piano

Via Boscofangone, Città Metropolitana di Napoli, Italia ★★★★☆ 116 views
Lara Kipling
Via Boscofangone
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Der Vulcano Buono von Renzo Piano ist eines der überraschendsten und am wenigsten gefeierten Projekte des genuesischen Architekten: ein Einkaufszentrum, aber auch ein Werk der Land Art und Umweltarchitektur, entstanden zwischen 1995 und 2007 in Nola, im Hinterland nördlich von Neapel.

Es ist natürlich kein echter Vulkan, sondern ein umgekehrter künstlicher Krater, ein riesiger grüner künstlicher Hügel bis zu 41 Metern hoch, mit einem Basisdurchmesser von etwa 320 Metern und einer inneren „Mündung“ von 170 Metern. Von außen wirkt es wie ein weicher Berg, bedeckt mit Gras, Rosmarin, Salbei, Rosen und Tausenden mediterraner Pflanzen (rund 350.000 Exemplare gepflanzt): Es verschmilzt fast mit der kampanischen Landschaft und führt einen ironischen Dialog mit dem Vesuv, der am Horizont sichtbar ist.

Renzo Piano konzipierte es als zeitgenössische Version der griechischen Agora und des traditionellen Marktes: Im Zentrum liegt ein riesiger Leerraum, ein offener elliptischer Platz, der als soziales Herz dient. Hier finden Veranstaltungen, Konzerte, Treffen und Märkte statt; drumherum gruppieren sich Geschäfte, ein Hypermarkt, Restaurants, ein Multiplex mit 2.000 Plätzen, Freizeiträume und sogar ein kleines Hotel. Es ist ein Einkaufszentrum, das sich als Landschaft tarnt, bei dem das Einkaufen zweitrangig wird gegenüber der Idee eines Ortes kollektiven Zusammentreffens.

Wenig bekannte Besonderheiten und Details

Heute wird der Vulcano Buono etwas unterschätzt: Viele sehen nur ein etwas seltsames Einkaufszentrum, doch wer genau hinsieht, erkennt ein Meisterwerk der landschaftsintegrierten Architektur, ein Hybrid aus Gebäude, Hügel und öffentlichem Platz. Renzo Piano beschrieb es immer als Versuch, „die Menschen wieder von Angesicht zu Angesicht treffen zu lassen, wie in der antiken Agora, aber in einer Form, die von unserem Territorium spricht“.

Wenn du in der Nähe von Nola bist, steig auf das grüne Dach und schau zum Vesuv: Du verstehst, warum man ihn „den guten Vulkan“ nennt.

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